Sicher ist, dass jeder Gebäudeeigentümer allein zur Wahrung des Wohnwertes seines Bauwerks eine Wohngebäudeversicherung haben sollte. Doch nicht nur aus diesem Grund ist eine derartige Versicherung ratsam. Unerwartete Hagelstürme im Juni 2006 haben gezeigt, was die Elemente gegen Wohngebäude anrichten können: Deutschlandweit standen Keller unter Wasser, auch ohne dass ein Fluss in der Nähe war. Fassaden und Dächer erlitten Schäden in Millionenhöhe – und dies bereits nach nur fünfzehn Minuten unvorhersehbarer Naturgewalt. Eine Wohngebäudeversicherung kann derartige Elementarschäden abfangen.
Doch auch hier gilt ein gewisser Antagonismus: Steht das Gebäude auf einem natürlich gefährdeten Boden (beispielsweise in einer potentiellen Hochwasserzone), so kann man sich nicht in erster Linie gegen diese elementare Gefahr absichern. Jeder anderen hingegen könnte man über die Wohngebäudeversicherung mit der Erweiterung um eine Elementarversicherung die Stirn bieten. Da nun nicht jeden Tag die Natur zurückschlägt, bilden andere Risikoquellen eine größere Gefahr. Materialverschleiß oder menschliches Missgeschick sind nicht zu unterschätzen. Feuer, Kurzschlüsse oder Wasserschäden sind schnell verursacht und mindern den Wohnwert eines Gebäudes rapide.
Überdies kann der Wohnwert durch bauliche Erweiterungen oder Neuinstallationen gesteigert werden. Außerdem wartet der Immobilienmarkt mit einem erfreulich steigenden Grundstückswert per annum auf. Somit erfährt nicht nur der Baugrund sondern auch das Wohngebäude eine stete Bewegung im Wohnwert und dementsprechend im Wiederaufbauwert. Der Versicherer spricht hier von einem „gleitenden Neuwert“ und stellt sich mit seiner Prämienberechnung auf diesen ein. So ist also nicht nur die Gefahrenzone ein wesentlicher Berechnungsfaktor. Auch der Umfang abzudeckender Gefahren, die zugeordnete Bauartklasse des Gebäudes und individuelle Maßnahmen zur Wohnwertsteigerung fließen in die Prämie ein. Damit wird stets einer Unterversicherung entgegengewirkt und der Versicherungsnehmer ist beim Werterhalt seiner Immobilie auf der sicheren Seite.
Autor: Udo Langkau
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