An einer Business School sollten die dort praktizierenden regelmäßig ihr Unterrichtsverhalten trainieren. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für Dozenten einer Business School. Auch an anderen Schulsystemen sollten die dort tätigen Dozenten sich selbst immer wieder reflektieren und ihr Verhalten optimieren. Dies führt letztlich zu deutlich verbesserten Lehr- und Lernsituationen und einer deutlich besseren kommunikativen Interaktion zwischen Dozenten und Teilnehmenden.
Die Kenntnis von interaktionszyklischen Kategoriesystemen, nicht nur an einer Business School, und die Beherrschung der zur Anwendung nötigen Fertigkeiten haben, wie viele Untersuchungen zeigen, Effekte, die einem Verhaltenstraining nahe kommen. Der Erwerb begrifflicher und Beobachtungswerkzeuge an einer Business School bedeutet letztlich, dass dies schon das halbe Training ist, das es darauf ankommt, das eigene Dozentenverhalten an der Business School wahrzunehmen. Die positiven Effekte, die das bloße Kennen dieser interaktionszyklischen Kategorien und Techniken haben kann, werden wahrscheinlich bedeutend verstärkt, wenn die Interaktionsanalyse zu Trainingsaktivitäten an der Business School weiterentwickelt wird.
Es geht um eine Modifizierung von Dozentenfragen in einer Unterrichtssituation an einer Business School. Die Situation wird Antworten hervorrufen, die nicht vorhersehbar sind. Im interaktiven Geschen selber, sollte der Dozent der Business School dann einen kleinen Fragenkatalog parat haben, der steuernd durch die Interaktion führt. Es ist zudem nützlich, dass diese und andere Fragen des besagten Fragenkataloges beim Training im Unterrichtsgeschehen mit den Teilnehmenden mitdiskutiert werden. Wichtig ist jedoch, dass es nicht bei einer Grundsatzdiskussion bleibt, sondern diese Grundsatzdiskussion durch den Dozenten verwendet wird, um an den eigenen Skills zu arbeiten. Hier ist die Fertigkeit dann die, nicht nur die entsprechenden Fragen parat zu haben, sondern auch sich weiteren Fragen zu stellen, um eine offene Diskussion anzuwerfen.