Frauen empfinden die Zeit ab dem zweiten Schwangerschaftsabschnitt oft als sehr angenehm. Grund hierfür ist, das in diesem Zeitraum das Risiko einer Fehlgeburt deutlich abgenommen hat und die ersten Bewegungen des Fetus nun auch für die Mutter spürbar sind. Des weiteren sind die Unannehmlichkeiten der Schwangerschaft wie morgendliche Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und so weiter zu diesem Zeitpunkt meist fast verschwunden. Dies liegt daran, dass die Hormonproduktion aus dem Eierstock nun nicht mehr notwendig ist, da die Plazenta nun in der Lage ist, die schwangerschaftserhaltenden Hormone selbst zu produzieren. Da der Fetus nun stärker mit dem Wachstum anfängt, wird das Bindegewebe der werdenden Mutter nun stark gedehnt und zum Leidwesen der Frau können nun rötliche oder bräunliche Schwangerschaftsstreifen entstehen. Der bekannteste Streifen ist hierbei die Linea Nigra, welche zwischen Bauchnabel und Schambein verläuft. Hier ist allerdings der Vorteil anzufügen, dass diese Linie in der Regel nach der Schwangerschaft wieder verschwindet.
Bei dem Fetus sind nun die Augenlider vollständig ausgebildet und die Augen werden für die nächsten drei Monate geschlossen gehalten. Er wird nun auch sehr aktiv, bewegt Arme und Beine, die Hände können zu Fäusten geballt werden. Weitere Übungen werden vollführt: das Atmen durch Ausdehnen und Zusammenziehen des Zwerchfells; das Schlucken und Saugen durch Trinken kleiner Mengen an Fruchtwasser. Dieses getrunkene Fruchtwasser wird sogar als Urin wieder ins Fruchtwasser abgegeben ist, was Zeichen dafür ist, das auch bereits Nieren, Magen und auch der Darm bereits tätig sind. Gegen Ende des vierten Monats der Schwangerschaft entwickeln sich die Genitalien, so das nun bei den Ultraschalluntersuchungen gespannt hingeschaut werden darf. Viele vertreten auch die Meinung: „Egal, was es wird, Hauptsache gesund!“ Und dies ist auch genau die richtige Einstellung.