Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde Europa durch einen Hollywoodfilm mit einer anderen Art von Berufsbild in Kontakt gebracht. Der Film, ob es im europäischen Raum ein besonders großer Erfolg war oder auch nicht, sei hierbei dahin gestellt, sorgte in gewisser Weise für ein wenig Furore, obwohl dafür im Nachhinein, im Grunde genommen, kein wirklich einleuchtender Grund gegeben zu sein scheint.
Dieser Film berichtete und betrachtete das Berufsbild der Geisha, ein klassischer Beruf für eine ganze Gesellschaftsschicht im asiatischen Raum. Das wohl wirklich prägende dabei ist, dass dies ein Job ist, der das ganze Leben bestimmt und der sogar in einer Familie weiter getragen und ausgeführt wird. Die Darstellung in dem Film versuchte deutlich, die Schattenseiten dieses Dasein einzufangen und zu veranschaulichen, auch wenn diese Darstellungen teilweise doch ein wenig plakativ einher kamen.
Im Grunde genommen ist eigentlich kein wirklicher Grund zur Aufregung oder zur Schockierung aufgrund dieses Filmes oder der Tatsache, dass es eine solche Arbeitsgruppe gibt, zu erkennen, weil es auch in Europa eine ganz ähnliche Berufsgruppe, die sich der Dienstleistung verschrieben hat, auffinden lässt – das Stichwort hierzu ist Escortservice. Ein solcher Escortservice ist darauf bedacht, ihren Kunden, sogenannten Klienten, einen geeigneten und für sie passenden Escort zu vermitteln, der seine Einnahmen für die Dienstleistung bezieht, die Zeit, wie auch immer diese genutzt wird, mit dem Klienten zu verbringen. Sicherlich ist der Umgang mit der Geisha nicht absolut gleichzusetzen mit dem Escort, da der Beruf der Geisha doch eindeutig präsenter ist in der asiatischen Gesellschaft, als der des Escort in Europa. Das hängt vor allem damit zusammen, dass sich die Klienten in Europa mehr dafür zu schämen glauben, einen Escort zu buchen, als es die asiatischen Klienten bei der Buchung einer Geisha tun würden.