Die Frage, welches der Materialien nun besser ist in seiner Verwendung, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Alles richtet sich nach den Verwendungskriterien und auch nach den einzelnen Geschmäckern der Anwender und deren Geldbeutel. Eines ist klar, Rattan ist teurer als Polyrattan, alles andere muss man den Verbrauchern selber überlassen.
Über Rotan, wie der nachwachsende Rohstoff im Malaiischen bezeichnet wird, kann festgestellt werden, dass dieser aus den Rotangpalme gewonnen wird. Diese gehört zu den sogenannte kletternden Palmen aus der Gattung Calamus. Diese Palmenart kommt nur noch in den tropischen Regenwäldern Südostasiens vor. Nur hier gibt es noch mehre hundert Arten dieser einzigartigen Palmenart. Die Besonderheit dieser Palme sind ihre Spreizklimmer, mit denen sie an den Bäumen des Waldes hochranken. Sie zeichnen sich als die sogenannten Stangenpalmen oder Stangengewächse besonders durch einen sehr schnellen Wuchs aus und können eine Länge bis zu 100 Metern erreichen.
Beim Polyrattan handelt es sich natürlich um keinen nachwachsenden Rohstoff sondern um eine Kunststoffart, der dem Rotan sehr ähnlich im Aussehen und in der Biegsamkeit ist, allerdings in der Lebensdauer dem Naturprodukt weit überlegen ist. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Produkten.
Wer es nun aber doch sehr naturbelassen mag, der sollte sich immer bei den Möbeln oder auch den übrigen Accessoires für die Palmenfaser entscheiden. Rattan ist ein sehr leichter Rohstoff und ein sehr gut zu verarbeitender Rohstoff obendrein, was ihn sehr beliebt macht. Nach einer Behandlung mit Dampf kann der Naturrohstoff zum Flechten verwendet werden. Im Gartenbereich sollten die Möbel aber immer befeuchtet werden, damit die Biegsamkeit des Materials nicht gänzlich verloren geht.