Magdeburg hat nicht nur historische Persönlichkeiten hervorgebracht. Der große Sohn der Stadt, Otto von Guericke, war Wissenschaftler und ist mit seinen Entdeckungen in die Geschichte eingegangen. Er studierte an verschiedenen Universitäten und war mit Leib und Seele Ingenieur und Physiker. Weltberühmt wurde er durch seine naturwissenschaftlichen Experimente, die sich vor allem mit dem Luftdruck befassten. Er konnte den Nachweis erbringen, dass man ein Vakuum künstlich herstellen kann. Die berühmten Magdeburger Halbkugeln waren seine Helfer, als er diese Theorie unter Beweis stellte. Er war aber auch an Meteorologie sehr interessiert und gilt als der Vater der Elektrostatik.
Für interessierte Besucher ist daher das Otto-von-Guericke-Museum in Magdeburg genau der richtige Ort. Denn hier kann man in der Lukasklause Guerickes Experimente originalgetreu nachvollziehen.
Wer weiter auf Museumstour durch Magdeburg gehen möchte, der hat hier in der Stadt eine große Auswahl. Das Kulturhistorische Museum bietet interessante Informationen über die Stadtgeschichte und die Geschichte der Region an. Weiterhin gibt es das Museum für Naturkunde, das Kunstmuseum Unser Lieben Frauen oder das neue Technikmuseum Magdeburg. In der näheren Umgebung kann man außerdem ein Museumsschiff bestaunen. Dort gibt es viel Interessantes über die Geschichte der Elbschifffahrt zu erfahren. Magdeburg ist ja auch eine kleine Hafenstadt, denn sie hat mit der Elbe eine wichtige Verbindung für die Binnenschifffahrt von Nord nach Süd. Die historische Schiffmühle am Petriförder oder das Steinzeithaus Randau sind ganz sicher auch etwas für die kleineren Besucher.
Magdeburgs Hochschulen und Institute sind berühmt für ihre Forschungen und ihre Ausbildungen. Die Otto-von-Guericke-Universität ist die jüngste Universität Deutschlands und das Max-Planck-Institut sowie das Fraunhofer- und Leibnitz-Institut genießen auch international Achtung und Anerkennung.