Einen Tag vor den Abschlussprüfungen steigt die Aufregung ins Unermessliche. Obwohl man sich bereits Wochen vorher sehr intensiv mit den Themen beschäftigt hat, kann man so kurz vor der Prüfung nicht einen kleinen Moment entspannen. Bedauerlicherweise liegen die Abschlussprüfungen zumeist im Juni. Zu dieser Zeit ist Sommer. Meist scheint in diesem Monat die Sonne und es ist angenehm warm, was das Lernen zusätzlich erschwert. Man läge doch lieber entspannt im Freibad oder im Stadtpark, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.
Um der Aufregung zu entgehen, macht man sich auf den Weg in die Stadt oder man dreht eine Runde im Stadtpark. Im Park angekommen spürt man die Hitze und setzt sich nur widerwillig in Bewegung.
An diesem Tag war der Park gut besucht und man sah viele Familien, die ebenfalls spazierten. Die Aufmerksamkeit der Menschen im Umkreis erregte jedoch ein kleiner Junge. Er hatte beim umher springen etwas gefunden. Aufgeregt lief er zu seinem Vater und zeigte ihm die Münze. Der Vater erklärte ihm, dass das eine 2-Euro-Münze war, worüber der kleine Junge sich noch mehr freute. In dem Moment dachte man sich, dass es schön wäre, man fände selber eine Münze – eine Glücksmünze – obwohl man nicht wirklich an solche Glücksbringer glaubte. Aber vielleicht würde der kleine Junge Glück bringen, auch wenn er keine 1-Cent-Münze gefunden hatte, die ja bekanntlich Glück bringen sollte.
Nach einer großen Runde im Stadtpark machte man sich erschöpft auf den Weg nach Hause an den ungeliebten Schreibtisch.
Im Endeffekt schien der kleine Junge Glück zu bringen, denn die Prüfungen liefen wie erhofft. Ob der Junge nun die Rolle des Glücksbringers übernahm, weiß man bis heute nicht, aber es wäre nicht richtig darüber nachzudenken, denn jeder soll in seinem Leben einfach etwas haben, an dem man sich festhalten kann – im übertragenen Sinne.