Über die Gefährlichkeit von Deflation



Tagesgeldvergleich.net informiert: waren es in den letzten zwei Jahren und ganz besonders zu Beginn 2008 Inflationsängste, welche Unternehmen und Verbraucher in Atem hielten, macht nun langsam aber sicher ein neuer Begriff die Runde: Deflation.

Sie ist das Gegenteil von Inflation und bedeutet ein allgemein sinkendes Preisniveau. Das Problem daran ist: eine Inflation zu bekämpfen ist leichter, als gegen eine Deflation vorzugehen, denn: sinkt das allgemeine Preisniveau eines Landes mehr als die Arbeitsproduktivität steigt, müssten sich die Löhne entsprechend verringern, damit dieses Land seine internationale Wettbewerbsfähigkeit behält. Lohnsenkungen stehen aber die besonders in Deutschland sehr mächtigen Gewerkschaften – meist in Unkenntnis der volkswirtschaftlichen Auswirkungen – grundsätzlich ablehnend gegenüber.

Darüber hinaus minimieren Verbraucher in Phasen der Deflation ihren Konsum, da ja alleine das Horten von Bargeld das eigene Vermögen anwachsen lässt. Sachwerte wie Immobilien oder Anlagegüter werden immer billiger – sinkende Aktienkurse sind die Folge. Selbst als so krisensicher geltende Investments wie Gold sind vom Nachfragerückgang betroffen und erfahren daher in deflationären Phasen keine Wertsteigerungen.

Eine Möglichkeit, das eigene Vermögen zu schützen, ist, Geld auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto hat den Vorteil, dass man täglich über das angelegte Geld verfügen kann (in Krisenzeiten sicher nicht unwichtig) und immer positive Zinserträge erzielt werden (in Zeiten einer Deflation wahrscheinlich eher niedrige Zinsen aber angesichts des Wertverfalls bei Sachwerten immer noch das kleinere Übel).


25.11.08 Finanzen Kommentieren Trackback

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