Die Computerspieleindustrie hat inzwischen fast die gleiche wirtschaftliche Bedeutung erlangt wie die Filmindustrie. Der Kinokartenverkauf spielt jährlich weltweit ca. 7,5 Milliarden US-Dollar ein, die Computerspiele ca. 6,4 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen der Filmindustrie sind mittlerweile aufgrund der zahlreichen Raubkopien, die teilweise schon vor dem Kinostart im Internet zu finden sind, auf dem absteigenden Ast. Währenddessen fährt die Spieleindustrie immer größere Gewinne ein. Die Industrie wirft ständig neue Spiele auf den Markt. Computerspiele sind ein wirtschaftlich bedeutender Zweig der Unterhaltungsindustrie, der jährlich um fünfzig Prozent wächst. Die Entwicklung neuer Spiele ist ein aufwendiger Prozess an dem Sounddesigner, Storywriter, Grafiker und Programmierer gemeinsam Hand in Hand arbeiten. Bei großen Spielen gibt es Entwicklungszeiten von teilweise über zwei Jahren. Nicht nur die Spiele sondern auch die Spieler werden immer professioneller. Inzwischen gibt es internationale Wettbewerbe für bestimmte Computerspiele.
Onlinespiele sind ein relativ junger aber stark wachsender Zweig. Auch in diesem Bereich gibt es ständig neue Umsetzungen. Die Wachstumsraten sind hier am höchsten.
Die Computerspiele werden immer aufwendiger, schneller und komplizierter. Die Welten in denen sich die Protagonisten bewegen werden immer realistischer. Oft lassen sie ihre Spieler nicht mehr los. Während des Spiels vergessen die Spieler alles andere um sich herum und tauchen völlig in die virtuelle Welt ein. Dies birgt auch große Gefahren in sich. Spieler, die fast den ganzen Tag vor ihrem PC verbringen leiden an Bewegungsmangel, Übergewicht und an Isolation. Die Spielsucht ist unter Kindern und Jugendlichen ein weit verbreitetes Problem welches lange unterschätzt wurde.