Der Arbeitsspeicher im Computer leistet genau das, was im menschlichen Gehirn das Kurzzeitgedächtnis tut. Er speichert Informationen kurzfristig ab. Die verwendete Technologie hat allerdings noch den Nachteil, dass die Informationen in der RAM in extrem kurzen Zeitabschnitten erneuert werden müssen. Der Informatiker spricht dabei von flüchtigem Speicher. Genau dieser Prozess sorgt aber auch dafür, dass der Arbeitsspeicher beim Herunterfahren eines Computers komplett geleert wird, egal ob man SDRAM oder DDR RAM verwendet. Das hat schon so manches überlastete System gerettet.
Zusätzlich wird für das Betriebssystem ein Swapspeicher zugewiesen. Als Swapspeicher wird in der Fachsprache die Auslagerungsdatei bezeichnet, die von Linux, Windows und Co. auf der Festplatte angelegt wird. Dieser Swapspeicher ist aber im Vergleich zur echten RAM sehr viel langsamer, hat aber wiederum den Vorteil, dass man das System so einstellen könnte, dass als Swapspeicher theoretisch die gesamte freie Festplattenkapazität genutzt werden kann.
DDR RAM und SDRAM sind sehr belastbar, was die Häufigkeit der Erneuerung der dort gelagerten Informationen betrifft. Sie überstehen auch Milliarden von Speichervorgängen in der Regel völlig unbeschadet. Das ist beim Swapspeicher allerdings nicht so. Auch wenn die Technologie und damit die Haltbarkeit der Festplatten deutlich verbessert werden konnte, ist die Zahl der möglichen Speichervorgänge auf einem deutlich niedrigeren Niveau begrenzt, als das beim Arbeitsspeicher der Fall ist. Deshalb sollte man den Arbeitsspeicher so bemessen, dass das Betriebssystem möglichst gar keine Auslagerungsdatei nutzen muss. Damit kommt man auch kostengünstiger weg, denn RAM kann inzwischen auch sehr preiswert selbst nachgerüstet werden, wenn man beim Einbau einige Dinge beachtet.