Höhere Geschwindigkeit, weniger Verbrauch



DDR3 RAM ist eine ungenaue Abkürzung, die im allgemeinen Sprachgebrauch oft verwendet wird, wenn zum Beispiel von einem Arbeitsspeicher für Netbook die Rede ist. Richtig müsste es DDR3-SDRAM heißen. Die Abkürzung steht für „Double Data Rate 3 Synchronous Dynamic Random Access Memory“.
Das Konzept von DDR3 RAM ist eine Weiterentwicklung von DDR RAM und DDR2 RAM. Der Unterschied liegt vor allem im Prefetching. Die Geschwindigkeit eines DRAMs ist normalerweise vergleichsweise gering. Das liegt daran, dass zunächst lange Wortleitungen aufgeladen werden müssen, die ausgelesene Zelle die Ladung auf die Bitleitung abgeben, der Inhalt bewertet und zurückgeschrieben werden muss. Beim Prefetching bleibt die interne Geschwindigkeit zwar die gleiche, die externe Geschwindigkeit wird aber gesteigert. Das geschieht, indem bei jeder Adressierung die Informationen aus mehreren Spaltenadressen ausgelesen und in ein Schieberegister geschrieben werden. Dieser Puffer gibt die Daten mit einer höheren Taktrate aus. Während ein normaler DDR RAM mit einem Zweifach-Prefetch arbeitet, nutzt der DDR2 RAM einen Vierfach-Prefetch. Die Weiterentwicklung DDR3 RAM hat sogar einen Achtfach-Prefetch.
DDR3-SDRAM Chips sind deutlich schneller als DDR- oder DDR2 RAMs. Sie benötigten nur noch eine Leistung von 1,5 Volt – deutlich weniger als ein alter RAM. Sie sind deswegen besonders gut für den mobilen Einsatz geeignet, weil sich die Akkulaufzeit so erhöht. Trotz der gleichen Kontaktzahl von 240 sind sie nicht zu DDR2 RAMs kompatibel.
Um den Arbeitsspeicher noch leistungsfähiger zu machen und die Datentransferrate zu erhöhen, kann ein Dual Channel RAM eingesetzt werden. Dabei werden mehrere Arbeitsspeicher-Module parallel betrieben.


01.07.09 Computer Kommentieren Trackback

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