Als freischaffend Tätiger einen Kredit für Freiberufler zu bekommen, ist meistens gar nicht so einfach. Die Banken halten sich da gerne zurück. Das Risiko von Zahlungsausfällen wird deutlich höher eingeschätzt, als bei Personen im sicheren Angestelltenverhältnis oder bei Firmen, die häufig auch Teile des Betriebsvermögens als Sicherheit mit einbringen können. Freiberufler müssen also zumindest häufig mit Zinsaufschlägen rechnen. Deshalb lohnt sich vor der Beantragung von einem Kredit für Freiberufler ein besonders gründlicher Vergleich der Konditionen für Kredite für Freiberufler. Sicherheiten müssen natürlich trotzdem entsprechend vorhanden sein. Wer eine Immobilie sein Eigen nennen kann, ist dabei klar im Vorteil. Aber auch entsprechende Lebensversicherungen werden als Sicherheit akzeptiert. Wichtig sind bei der Beantragung vollständige Unterlagen, aus denen die Einkommensentwicklung der letzten Zeit hervorgeht und eine betriebswirtschaftliche Auswertung.
Zu Freiberuflern gehören Angehörige bestimmter Berufsgruppen, wenn sie selbständig tätig sind. Im juristischen Bereich sind das Rechtsanwälte und Notare, in wirtschaftwissenschaftlichen Berufen gehören unter anderem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer dazu. Viele Freiberufler sind auch in den heilenden Berufen anzutreffen, wie Ärzte oder Physiotherapeuten. Der Status des Freiberuflers kommt auch bei Kreativen oder im publizistisch tätigen Personenkreis häufig vor. Die meisten Künstler, Schriftsteller, Designer und Journalisten arbeiten freiberuflich. Auch als Architekt, Lehrer oder Dozent kann man durchaus freiberuflich arbeiten. Das hat den Vorteil, dass man nicht der Gewerbeordnung unterliegt und auch keine Gewerbesteuer zahlen muss.
Die Einkommensverhältnisse variieren je nach Beruf auch bei Freiberuflern sehr. Während ein Anwalt für die Banken eher einen sicheren Kandidaten darstellt, ist es für einen Künstler mit kleinerem Auftragsvolumen oder eine Tagesmutter schwieriger, einen Kredit für Freiberufler im gewünschten Umfang zu bekommen.