Beim Thema Berufsunfähigkeit reagieren sehr viele immer mit Kommentaren wie “das wird mir schon nicht passieren” oder “so schlecht kann es einem doch nicht gehen, dass man nicht mehr arbeiten kann”. Die Realität sieht aber anders aus. Statistisch gesehen wird in Deutschland jeder Vierte berufsunfähig, was beweist, dass es wirklich jeden treffen kann.
Die Berufsunfähigkeit muss man klar trennen von der Erwerbsunfähigkeit. Letztere liegt dann vor, wenn man so krank oder verletzt ist, dass man keinerlei erwerblicher Tätigkeit mehr nachgehen kann und so in keinem Bereich in der Lage ist, Geld zu verdienen. Berufsunfähig ist man dagegen genau dann, wenn man den aktuell ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann. So wird zum Beispiel ein Bäcker berufsunfähig, wenn er beispielsweise eine Mehlallergie bekommt und der Pianist, wenn er bei einem Unfall einen Finger verliert. In beiden Fällen kann der aktuelle Beruf nicht mehr ausgeübt werden, aber es gibt viele andere Tätigkeiten, bei denen man trotz dieser Behinderungen Geld verdienen kann. Allerdings ist es bei der momentanen Arbeitslage und auch mit steigendem Alter nicht leicht, gerade in einem völlig neuen Bereich einen Job zu finden und sich dort dann auch zurecht zu finden.
Versichert man sich gegen die Berufsunfähigkeit mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, bekommt man in dem Fall, dass die Berufsunfähigkeit eintritt, eine vorher im Vertrag festgelegte monatliche Rente bis zu einem ebenfalls vertraglich vereinbarten Zeitpunkt. Diese Rente dient als Einkommensersatz. Damit ist man in der Lage, trotz der Berufsunfähigkeit und trotz des wegfallenden Einkommens seine laufenden Kosten bezahlen und sich sowie eventuell seine Familie ernähren zu können.
Julia Siebel
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